Nach DKI-Daten (Tabelle oben) sind die meisten privaten Krankenhäuser durch Vereinbarungen mit einem Einzigen Arbeitgeber abgedeckt. Eine sektorale Lohnvereinbarung auf nationaler Ebene ist nicht mehr in Kraft. BDPK und ver.di hatten zuvor Branchenvereinbarungen getroffen. Seit 2006 sind die Gespräche jedoch gescheitert. BDPK wandte sich an DHV (2006) und DHV/Medsonet (2008) für den Abschluss von Arbeitszeitverträgen. Einige regionale BDPK-Mitgliedsverbände haben sich für die Abwicklung von Tarifverträgen mit DHV/medsonet oder ver.di/dbb entschieden. Übernehmen beispielsweise Nachwuchsgruppenleiter ein Projekt mit mehr Forschungsverantwortung, werden sie in der Regel auch in eine höhere Lohngruppe eingeteilt. Theoretisch ist es für einen wissenschaftlichen Mitarbeiter möglich, ein niedrigeres Gehalt als bisher zu erhalten, da er tatsächlich auf Erfahrungsstufe 1 von vorne anfangen müsste. Die Tarifverträge sehen jedoch vor, dass dies niemals geschehen darf und dass das Personal auf ein höheres Erfahrungsniveau mit mindestens dem gleichen Gehalt versetzt wird. Reformen im Gesundheitswesen und im Sozialwesen haben zu einem Rückgang der öffentlichen Krankenhäuser geführt, während die Zahl der privaten Anbieter zugenommen hat.

Der öffentliche Gesundheitssektor unterliegt Vereinbarungen über mehrere Arbeitgeber, aber im privaten Sektor sind selbst Vereinbarungen mit nur einem Arbeitgeber schwer zu erreichen. Bis zum Sommer 2010 wird ein Mindestlohn die wachsende Zahl von Hilfspflegekräften in der Privatwirtschaft abdecken. Nach einer Änderung des Entsendegesetzes aus dem Jahr 2009 ist es nicht erforderlich, eine Vereinbarung über mehrere Arbeitgeber zu verlängern, um einen Mindestlohn für Beschäftigte im Gesundheitswesen festzulegen. Im Mai 2010 genehmigte das Bundesarbeitsministerium vom 1. August 2010 bis 31. Dezember 2014 einen Mindestlohn (8,50 Euro in Westdeutschland/7,50 Euro in Ostdeutschland) für Hilfspflegekräfte, mit Ausnahme von Pflegekräften in Krankenhäusern und Rehabilitationszentren. Es wird eine Lohnerhöhung von 0,25 Cent pro Stunde pro Jahr geben. Die Genehmigung beruhte auf der Entscheidung einer Lohnkommission, die vom Ministerium aus VKA, Arbeitgeberverband Pflege, AWO, kirchlichen Dienstleistern und verdi eingesetzt wurde. Die Gehälter der Doktoranden basieren auf dem Bundestarifvertrag (Tarif der Länder oder TV-L). Innerhalb der TV-L gibt es mehrere Bezahlstufen (Entgeltgruppe), aber Doktoranden werden in der Regel auf der Ebene TV-L E13 bezahlt. Innerhalb dieser Ebene gibt es drei Faktoren, die das tatsächliche Gehalt des Studenten bestimmen.

Share this...
Share on Facebook0Share on Google+0Tweet about this on TwitterShare on LinkedIn0Email this to someone